03
Mai
2025
Vom Start bei der Weihe, bis zum Heimkommen, könnt ihr hier die Reiseroute verfolgen.
Siegi hat diese tolle Idee umgesetzt.




Zusammenfassung
Geld
Wahrscheinlich ist es besser genug Bargeld mitzunehmen. In Russland funktioniert keine Karte. In der Mongolei fielen beim ATM auf je 100 Euro 30 Euro Gebühren an! Sauerei
Daher Dollar bei Freund geliehen, und auf sein deutsches Konto Geld überwiesen.
Zum Dollar wechseln braucht in Russland Nerven, nicht jede Bank wechselt, und die brauchen länger als eine Passkontrolle. Wusste nicht was 3 Bankangestellte aus meinem Pass rauslesen. Daher den Hauptteil schon vorher wechseln. In Georgien kein Problem, viele Wechselstuben. In der Mongolei an der Grenze, wahrscheinlich auch der Kurs besser.
Grenzen
Die Stan Grenzen ( ohne Pakistan/Afganistan) waren super easy. Hier ist wichtig nicht auf die Versicherung zu vergessen, meistens im Holzverschlag nach der Grenze. In der Mongolei schon nach wenigen Kilometern die Kontrolle, nur den Versicherungsschein!
Die Grenzen zu Russland waren immer korrekt, nur von Georgien rein hielten sie uns 10 Stunden hin. Und röntgen ein Motorrad. Ein kurzes Interview kann dir überall passieren, tut aber nicht weh. Verhalten immer korrekt und freundlich. eine mitgeführte Medikamentenliste vom Arzt ist hilfreich, da man auf längeren Reisen schon mal einige Pillchen mit hat. Wurde auch kontrolliert und im Internet gecheckt. Ja, man lies uns schon mal 2 Std warten, aber wahrscheinlich weil wir mit den Motorräder vorfuhren.
Anders ging es türk. Motorradfahrer, die wurden 4 Stunden gecheckt. Hatte aber ukrainischen Stempel im Pass, und im Handy eine ukr. Telefonnummer. Wir benötigten an diesen Grenzübertritt, bei der Ausreise( Taschanta), gerade mal 1 Stunde.
GPS
Passend zu oben, kann dein GPS schon mal weg sein. in Tschetschenien, oder durch Russland in der Nähe militärischer Anlagen. Aber lässt sich alles lösen.
Gepäck
Wir hatten wie die meisten zu viel mit. Speziell mit dem Zeltbereich. Wahrscheinlich genügt ein Notzelt, da die Hotels in den meisten Länder so günstig sind ( 10 -20 Euro), dass es sich nicht lohnt immer einen Zeltplatz zu suchen. Und in Russland ist bekommt man auch für 50 Euro ein angenehmes Doppelzimmer im 3 Sterne Hotel. Russland wild zelten war sowieso kein Thema.
Fahrkomfort
Als erstes kommen die Alukoffer runter! Oder werden abgeschrägt, da sie mir wieder 3 mal meine Füße, beim abschmieren einklemmten. Zum Glück brachen nur meine Stiefel, und nicht das Bein wie vor 18 Monaten.
So war die dicke Berta schon schwer in Ordnung, aber sie mag eben keinen tiefen Sand in Spurrillen, und lose Geröllrutschungen, mit dem Arsch voll hohem Gepäck. Deshalb war ich dankbar durchs Wakhan Valley, und die Pamir Region, ohne Regen und Schnee zu Kommen. Und die ca. 2500Km Offroad von den 28 000, waren teilweise ein hartes Stück Arbeit.
So wollten wir in Kasachstan abkürzen, und handelten uns 300Km Straßenkatastrophe ein. Kaputt, weg, im Aufbau usw.
Aber da es die Eierlegende Wollmilchsau nicht gibt, muss den Fahrgenuss auf den langen Geraden, in den tausenden Kurven, absolut hervorheben.
Wir hatten zu viel mit, aber oft fehlt dann genau jenes Teil, welches weg gelassen wurde.
Ersatzteile
Griffe, Halgeber, Zündungsregler, Gasseil, Benzinpumpe, Radlager, Getriebeöl hinten und Kleinteile hatte ich mit. Und dachte nicht das Radlager hinten schon in der Türkei zu brauchen. Ein anderer Biker musste nach hause fliegen, da er in Tiflis kein Radlager auftrieb.
Aber wer denkt an einen Kupplungsnehmer, welcher vor 3 Jahren neu eingebaut wurde. Auf abenteuerlichen Wegen trieb ich einen gebrauchten irgendwo in Moskau auf. Mit der Hilfe der dagestanischen Freunde, und quälte mich 2000Km ohne Kupplung, über die Pässe und durch Dagestan. Man kann nicht so einfach ein Packerl nach Russland schicken!
Ich hab auch nicht wirklich eine Idee, über eine perfekte Ersatzteilliste. Aber die gibt es wohl nicht.
Verkehr
Das ist ein ganz schräges Thema. Da man als Motorradfahrer immer der Schwächere ist, muss man in den Stan Länder, immer denken was die Deppen vor haben. Und die Halbautobahnen, mit unterbrochenen Trennbauten, zum Umkehren, oder Abbiegen, die Fressbuden und Geschäfte auf der rechten Seite, verlangen konzentriertes Fahren. Auch pressen sich die Autos auf Handbreite noch durch, um dann 5 m vor dir im Stau zu stehen.
Siegie hat ein Kleinbus, beim Abbiegen zum Tanken, mit einem Überholmanöver abgeschossen. Die Umstehenden erklärten sich nicht bereit die Polizei zu rufen, da kommt Zorn die Kabel hoch. Zum Glück konnten wir nach dem Geradebiegen, und leicht verletzt, unsere Fahrt fortsetzen. Dann stellen sich die Fragen, Anzeige, Papierkram, Sprachproblem, Schuld ist immer der Ausländer, hat der Fahrer ein Versicherung usw.
Siegie entschied aufzuräumen und weiter zu fahren, ich kann nicht sagen wie ich entschieden hätte.
Durch Städte und Ballungszentren ist enorme Vorsicht angebracht!
medizinische Versorgung
Siegies Schulterprobleme ließen wir in Ulaanbaatar im Int. Krankenhaus behandeln. Standard wie hier. Röntgen, Behandlung, und Medikamente ca. 260 Euro. Welche er von unserer Krankenkasse ersetzt bekommt.
Denke das es in allen großen Städten internationale Spitäler gibt. Da diese hauptsächlich von Einheimischen, welche sich die Kosten leisten können, besucht werden.
Reifen
Wir starteten mit dem Heidenau Scout, und nach 18500Km, hatten wir das Gefühl da geht noch was. Klar war er eckig, aber wir waren sehr zufrieden. Gefahren sind wir kaum schneller als 100, man will ja auch was sehen. im Offroadbereich konnte er genau das, wofür wir ihn montierten, kein Endurorennen, aber sicher über Stock und Stein.
Und bei Freunden in Ulaanbaatar wartete schon ein neuer Satz Reifen. Ich bin keinPro, aber war bisher immer sehr zufrieden.
Papierkram
Visa für Russland für ein halbes Jahr, multi Entrance, 90 Tage Aufenthalt, 340.-, 10 Tage war es da. Visa Büro in Wien.
Permit für Pamir, und ganz wichtig Grenzregistrierung für Kirgistan, vor Ort mit Mittelsmann besorgt. Alles gut, hätte nicht der Beamte beim Ausstellen falsche Nummern eingetragen. Ungültig beim Checkpoint, aber für 50 Dollar an den Militärmann, gab es nach Stunden ein Neues. Unser Mittelsmann sagte, ich solle mein Geld zurück verlangen. Das sollte mal schön er machen, wir wollen weiter. Zum Glück klappte unsere Registrierung nach einem Telefonat, andere warten Tage vor den Grenztor zu Kirgistan.
Besser vorher checken, und gut kontrolieren!
im Notfall oder zum Bestellen spricht englisch
Tajadveture Whats App +992935055247

July
2025
26
JULI
2025
Russland - immer wieder
Nachdem ich jetzt durch Russland bin, mit dem Auto, dem Zug , dem LKW, und zuletzt mit dem Motorrad, bleibt nur zu sagen, immer wieder.
Vorerst muss ich sagen, dass ich froh bin , dass wir noch durchfahren dürfen. Und das die angespannte Situation, sich nicht all zu stark auf den Transit auswirkt. Klar wird man zum Interview gebeten, 1 mal bei einer Einreise, aber immer korrekt und freundlich. So ein Interview kann auch mal 4 Stunden dauern, wie bei einem türkischen Fahrer, welcher einn ukrainischen Stempel im Pass, und eine Tel. Nr. im handy hatte.
Wir reisten 3 mal ein und aus, und ich könnte nichts negatives sagen. Überhaupt merkt man bei der Durchreise kaum Auswirkungen. Und zu unserer Überraschung erhielten wir Daumen hoch, von einigen anderen Fahrer. Woran man erkennt das Krieg ist, sind die frischen Gräber mit wehenden Fahnen, welche nicht zu selten auf Friedhöfen sichtbar sind. Aber eine bösartige Anmache hatten wir nie. Ganz im Gegenteil erlebten wir große Gastfreundschaft.
Und das Alles extrem teuer wäre, ist zum Glück nicht der Fall. Hotels und Essen sind immer noch viel billiger als bei uns. Bis auf 2 korrupte Bullen, wurden wir fast ignoriert, und fuhren ohne Kontrolle durch Russland. Im Vergleich zu früher stehen viele Radar, und mobile Radar werden aufgebaut.
Man sollte auch manchmal ein besseres Hotel wählen, da die kleineren, oft keine Registrierung machen. Diese aber innerhalb 7 Tagen nötig ist, um am 8ten ein Zimmer zu bekommen. Aber nach Rückruf, und Bestätigung klappte es dann auch in Dimitrov.
Die Straße von der mong. Grenze bis Terehova (Lettland), war durchgehend super. Bei meiner ersten Reise vor 10 Jahren, war das noch abenteuerlicher. Durch die neue Straße werden Orte großzügig umfahren, und es lohnt sich ab und zu mal kurz abzubiegen, um typische russ. Dorfstruktur zu erfahren.
Entlang dieser ewig langen Strecke, wird einem bewusst, wie groß Russland ist. Wieviel Land sich ausbreitet, und die Natur ungezähmt wirkt. Da ertrinken ganze Birkenwäldchen im Sumpf und verfaulen. Aber gleich daneben steht herrlicher Mischwald. Uns in der Weite des Landes erscheinen menschl. Ansiedlungen eher unwichtig. Und quert man die riesigen Flüsse mit ihren Überschwemmungsflächen, so sieht man, dass niemand auf die Idee käme dort zu bauen. An den Bruchränder der Flussufer erkennt man wie lebendig, und brachial der Fluss sein kann. In Orten wie Saratow zaubern sie einen mediterranen Flair, allein durch ihre unheimliche Ausbreitung.
Da die Kirche schon immer eine große Rolle spielte, mit kleinen Unterbrechungen, bestimmen Kirchen und Kremlbauten, das Bild in den Zentren. Viele sehen toll aus, manche in kleineren Orten, warten auf ein Revitalisierung.
Ich mag Russland, und das Wort groß, bekommt eine andere Bedeutung. Vor allem glaube ich das uns die russ. Seele viel näher ist als wir denken. Und oft war die Landschaft so ähnlich, dass ich dachte ich fahr durchs Mühl und Waldviertel.
Ps: zu Bild 3 und 4
Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei?




26
JULI
2025
Mongolei, würde ich immer noch mit Freiheit umschreiben
Wahrscheinlich bin ich ein wenig parteiisch, was die mongolei betrifft. Zu oft war ich dort, und kenne kein Land besser, und habe dort tolle Freunde. Aber es scheint immer noch das Land zu sein, mit den wenigsten Zäunen. Obwohl diese auch mehr werden, aber die Landwirtschaft schaut noch ein wenig bemüht aus. Klar das Felder die Herden verdrängen, und ein Nebeneinander, nur mit Zäunen funktioniert.
Auch fährt man nicht wegen Ulaanbaatar in die Mongolei. Diese Stadt wird einfach zu eng für die Hälfte der Bevölkerung , welche schon dort lebt. Das wiederum heißt, dass draußen viel Platz ist. und die Mongolei hat viele tolle Landschaften zu bieten.
Ihr solltet "ZEIT" mitbringen, damit es ein tolles Erlebnis wird.
Ich wüsste jetzt nicht wo ich beginnen sollte, da es so viele sehenswerte Landschaften, und Menschen gibt. Die touristischen Hot Spots, an denen kommt man nicht vorbei, aber ehrlicher und authentischer sind die Seitenwege.
Diese sind oft schwierig, so konnten auch wir nicht über Ulaangom, in die Mittelroute einsteigen. Ein Fluß war mit Motorräder nicht passierbar. Aber die Südroute war auch ganz interessant, durchgehend Asphalt, also leicht zu fahren. Das sie in Karakhorum inzwischen eine Shoping und Fress City, gegenüber dem Klostereingang errichteten, ist wohl zeitgemäß. Und das beim ElsenTasarkhai, statt 10 Gers, hundert stehen, sind eben 10 Jahre ins Land gezogen.
Eigentlich muss ich lernen umzudenken, und froh zu sein , dass die ganze Quad,Kamel usw. Geschichte, meistens kurz danach wieder endet. Dort wo man nicht so leicht hinkommt. Und dann wird es wieder "mongolisch".
Ps: sollte jemand Infos brauchen, einfach melden




26
JUlI
2025
Kirgistan
Leider sind wir durch Kirgistan viel zu schnell durch. So blieben mir viele besondere Orte fremd.
Zum Glück klappte unsere Grenzregistrierung , durch die Hilfe eines Netten Grenzbeamten. Der telefonischen Kontakt herstellte, und das Ding klarmachte. Ein gutes Gefühl zu hören, you can Pass.
Mit einem mitleidigem Auge auf die anderen gestrandeten Touristen, wartend auf eine Registrierung vor dem Grenztor.
Diese befindet sich 15 Km hinter der eigentlichen Grenze am Pass. Und die Abfahrt vom pass kann tricky sein, wenn es regnet, und die steile Lehmpiste sich in eine Rutschbahn verwandelt. Schon erstaunlich mit welchen Optimismus, sich manch Bus den Weg hochtraut.
So ändert sich das Landschaftsbild, mit den fallenden Höhenmeter. Und zu Beginn erscheint es wie die Mongolei mit Jurten und großen Herden. Bis zur Ebene rund um Osch wird es wild, durch die Berge, und immer grüner. rund um Osch scheint ein flächendeckender Gemüsegarten zu sein.
Der Fluss in den Bergen Richtung Bischkek wird in Stufen gestaut, und eine interessante Flusslandschaft kreiert. Der Pass über den Too Ashuu, mit seinem in Einbahnsystem betriebenen Tunnel, ist ein Hingucker.Obwohl sehr starker verkehr das Vergnügen trübt. Und mitdenken für die Autofahrer, ist in diesen Ländern überlebenswichtig.
Da es uns schon nach Ulaanbaatar zog, haben wir den Yssykol See ausgelassen, dass solltet ihr nicht tun!




26
JUli
2025
Tadschikistan
die schlechtesten Straßen, und die schönsten und wildesten Berge
Ist auf jedem Fall eine Reise wert, deshalb kreuzen auch unzählige Touristenjeeps deinen weg, von juni bis September. Und alle wollen den Pamir erleben, und die meisten auch das Wakhan Valley.
Aber es ist unheimlich spannend, der Straße neben dem Grenzfluss zu folgen, welche eine Trennlinie der Systeme darstellt. Und durchgehend 3er Gruppen des Militärs den Weg sichern, von Kaserne zu Kaserne. Soll schon vorgekommen sein das vom anderen Flussufer rüber geschossen wurde.
Die Dörfer an den hängen des Flusses, auf beiden Seiten, unterscheiden sich stark. Und der unbefestigte Weg auf der afghanischer Seite, wohl zu militärischen Zwecken, erscheint wie eine Zeitreise. Die grünen Wohninseln sind auf beiden Seiten, von einer vitalen Schönheit geprägt. Und der aufsteigende Rauch aus den Lehmhäuser, welche sich in die widrigen Umstände einfügen, scheine eine Zeitreise Jahrhunderte zurück zu verkörpern.
Aber es gibt auch die weniger angenehme Realität der schlechten Straßen, und ewig langen Offroad Passagen. Die ausgefahrenen Rifflepisten, wo die Jeeps mit hoher Geschwindigkeit drüber rasen, und es nicht besser machen. aus dem Felsen geschlagene Wege, wo es seitlich schön runtergeht. Viel loses Gestein rumliegt, und manchmal loses material nachrutscht.
Alles was das Fahren mit der dicken Berta, zu viel Gewicht am Arsch, und das Fahren nahe am Felsen, Mann will ja nicht runterfallen, anstrengend macht.
Aber ist man durch, dann ist das Hochgefühl so was von geil, dass man süchtig werden könnte.
Leider sahen wir nicht bis zum Himalaya, da es bewölkt war. Aber wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Denn bei Regen, oder Schnee, macht es auf 4000m keinen Spaß. Denke das es unfahrbar wäre ,aus Sicherheitsgründe.
Wieder auf Asphalt, den brüchigen Pamir Highway, wird schlechter Asphalt zum Highlight. Wer jetzt glaubt, dann fahren wir mal nach Kirgistan runter, täuscht sich.
Zuerst geht es noch zum Karakul See, der umringt von schneebedeckten 6 und 7 Tausendern, ein Naturwunder darstellt. Alleine deswegen sollte man hierher fahren.
Bis zur kirgisischen Grenze, darf man noch den höchsten Pass mit 4655m überqueren. Und als Draufgabe folgen noch 2 Pässe mit 4200m, wovon der Letzte die Grenze markiert. Vielleicht der höchste Punkt um den Reisepass zu zücken.
Die Straße wechselt von gut, auf unbefestigt, dazwischen wie löchriger schweizer Käse.
Doch der größte Respekt gebührt, den vielen Radfahrer, welche diese Tour abstrampeln. Leute ich ziehe den Hut vor euch.
In Duschanbe könnt ihr Permit und Grenzregistrierung besorgen! Wie in den meisten Städten mischt sich auch hier, dass altsowjetische, mit Glas behübschten Fassaden aus den 90er Jahren, und komplett Neues. Schaut schön und lebenswert aus, und die weitläufigen Parks, ein Erbe vergangener Stadtplanung rundet das Bild ab.
Was noch auffiel
Leute kontrolliert die Passnummer beim notwendigen Pamir Permit. und checkt eine Grenzregistrierung für Kirgistan!
Der ausführende Beamte schaffte es, in meinen Permit Siegies Nummer einzutragen, und bei Siegie eine Nummer zu viel. Was zur Folge hatte, dass beim Checkpoint nur ein Wort fiel PROBLEM.
Aber eine Sonderzahlung für ein neues Permit an den Officer, konnte ein unlösbares Problem lösen.
Ohne Grenzregistrierung lassen euch die Kirgisen nicht rein. Einige Radfahrer und Motorradfahrer warteten vor dem Gate, und versuchten eine Registrierung zu organisieren. Das kann tage dauern!!!




02
JUli
2025
Usbekistan erleichtert Zeitreisen im Kopf
Jahrelang sieht man sich die Bilder der berühmten Madrasa an, und plötzlich steht der kleine Werner, im Zentrum der 3 berühmtesten, und freut sich ganz still.
Das umschalten auf Abendbeleuchtung, war nett, aber hätte die Mondnacht auch genügt. Interessant sind die alten Bilder im Museum, wo man die Reste der Gebäude um die Jahrhundertwende sieht.
Buchara, Samarkand,Chiwa, Nukus, sind schon besondere Orte, welche von der einstigen Pracht der Städte, ein lebendiges Bild vermitteln.
Mir hat am besten Buchara gefallen, da sollte man sich Zeit nehmen den geschlossenen Komplex Geschichte, gemischt mit angepasster Moderne, zu genießen.
Das lustige ist, wenn alte Säcke müde werden, scheinen die Städte zu erwachen, und der Familienabend beginnt.
Auch bei der Ausreise wurden wir überrascht, mit einem netten Erinnerungsbild, und bevor wir dieses nicht bezahlten , gab es keinen pass zurück. Wir haten Glück sie fanden uns nur einmal fotogen, somit kamen wir in den Genuß eines 50%igen Rabattes. Wäre es nicht geschehen, hätten wir es bestellen müssen. Stellt euch vor wie toll das " böse Buben Image", mal bei den Enkel ankommt, für ganze 12,50 Euro.
Beim Fahren gilt wie überall, Vorsicht Idioten am Steuer. Man kann nicht genug aufpassen, so wurde Siegie beim Abbiegen zum Tanken abgeschossen. Er hatte riesiges Glück, und wir konnten nach zurückbiegen und wieder einrichten, unsere Reise fortsetzen. Im Moment des Geschehens, war ich sicher, so das war es dann!
Das die Leute sehr freundlich sind, gilt generell für alle durchreisten Länder.
Usbekistan ist bis ins hohe Alter, als Kulturreise sehr zu empfehlen, vielleicht nicht unbedingt im Hochsommer. Für Biker gilt das Gleiche, und es gibt Länder mit schlechteren Straßen, was man vorher gar nicht glauben möchte.




in Ulaanbaatar nach 18500Km angekommen
Ein bßchen müde sind wir am 29ten Juni, bei Suzan und Helge ( Nomads Tours & Expetions ) angekommen. Die Tage bis heute mal kein Motorrad angerührt, und schön langsam wird es wieder. Obwohl diese furchtbare Stadt, keinen Meter zum Fahren einlädt. Stau den ganzen Tag.
jetzt ist zeit die Reise aufzuarbeiten!

Auch im Kopf abgestellt!
Ist schon ein spezielles Gefühl, welches dich vorantreibt die letzten Kilometer, und wenn du abstellst, wie ein schwerer Rucksack vom Rücken gleitet.
Habe gerade gar keine Lust mit dem Bike zu fahren. Jetzt wird mal großes Service gemacht, dann sind wir im Kopf wieder frei.
Bis dahin genießen wir die unheimliche Gastfreundschaft von Helge und Suzan.

Da ginge schon noch was!
die neuen Reifen haben uns schon in der Garage erwartet. Aber nach 18500km, sieht der reifen noch gut aus, wäre schon noch ein Stückchen gelaufen. Aber mit neuen Reifen putzen wir die "Dicke Berta" wieder raus.
Muss schon sagen, dass ich froh bin so entspannt hier angekommen zu sein. Sind auch sehr materialschonend gefahren, bis auf sie ca 1500Km Offroad, mit schrecklichen Waschbrettpisten.
Beim Fahren hielten wir uns schon an die Begrenzungen, aber hauptsächlich da Zeit blieb, auch mal einen Schakal vor seinem Bau sitzend zu sehen. Und mit 80 bis 100 waren wir immer auf der sicheren Seite, und gefühlt auch das Motorrad nie im roten Bereich. Was bei Temperaturen um 40 Grad, schon vernünftig erschien.
Und mitzudenken für die Autofahrer in den Stan Ländern, kann dein leben erleichtern, denn die die fahren wie die Idioten.
08
JUN
2025
Kasachstan und was ich mitnehme
Es ist weit und trocken. Die Hauptstrßen sind toll, sind sie ein wenig älter, trotzdem gut zu fahren. Abzweigungen bei Kreuzungen enden nach wenigen Metern im Sand, und Nebenstraßen können zur Herausforderung werden. Sofern sie gerade auf 250Km erneuert werden.
Somit ist ein kürzerer Weg, wohl kein Vorteil, außer man liebt Herausforderungen.
Orte sind austauschbar, einfache Häuser, bunte Wellblechdächer, und freiliegende Gasleitungen.was in keinem Ort, oder Stadt fehlen darf , sind Veranstaltungsbauten. Von schon ein wenig in die Jahre gekommen, bis zum Partytempel im klassischen Stil, findet man Alles. Nun ja, die Familien sind groß hier, scheint Tradition zu sein. Traditionelle Gers sieht hier überhaupt nicht mehr.
Doch beim Durchfahren dachte ich oft, wo arbeiten all diese Menschen, und wie wird der Lebensstandard erwirtschaftet. Ich habe keine riesigen Industriegebiete gesehen.
Dann entstehen Städte wie Turkistan, welche in den Randbezirken, ein Gefühl vermitteln, wie Shoping City Süd. Schon eingebettet in mehrstöckigen Wohnsiedlungen.
Der Liter Benzin kostet 50cent, und gefahren wird teilweise wild, auf den Straßen. Mit dem Motorrad muss man schon sehr aufpassen, da man klar der schwächere ist.
Die Hauptstraßen ziehen sich wie Hauptschlagadern durchs Land, gesäumt von immer mehr hochmoderne Raststops. Im selben Atemzug bricht 500m weiter die alte Versorgungsstation, in Zeitlupe weg. Und manch einer war wohl zu optimistisch, und legt eine Verschnaufpause ein.
wenn Ausfallstraßen aus den größeren Städten erneuert werden, und dass ist gefühlt in jeder Stadt, dann ist richtig Staub und Chaos angesagt.
Die Leute sind von zurückhaltend bis freundlich, aber nicht aufdringlich. Überhaupt hat man das Gefühl, dass der muslimische Glaube, hier sehr liberal gelebt wird. Viele Frauen sind würden mit ihren Erscheinungsbild, auch sofort in unser denken passen.
Und fährt man über Stunden die gefühlt kurvenlosen Straßen, dann kommt der Gedanke " mei ham´s mia schen daham".
Es gibt hier sooooo viel Land, meistens flach und trocken. So gesehen denkt man, da ist nicht viel, aber der unermessliche Reichtum liegt unter der Oberfläche. Viele Petrolchemiefabriken, die wie kleine Orte wirken, zeugen vom Reichtum des Landes.
An den Tankstellen scheint es, dass die Leute für Tage anreisen, da oft gleich daneben ein Bett bereit steht. Übrigens, meistens zuerst zahlen dann tanken.
Andere Länder andere Sitten.
Ps: Auch die Polizei haben wir als sehr freundlich empfunden, eher das Gefühl, dass sie uns nicht verstärkt kontrollierten.




08
JUN
2025
Kasachstan und das Zauberwort Wasser
Fährt man in Kasachstan von Russland Richtung Osten, fällt sofort auf, es wird trocken. So ist das gesamte Wolgadelta noch schön bei Russland. Durchs Niemandsland zur Grenze wird es schon staubiger.
fährt man dann nach Aral runter, sieht man die Folgen falscher Entscheidungen. So leiteten die Russen zwei Zuflüsse des Aralsees um, und statt 43 Millionen m3 Waser, kamen nur noch 16 davon an. Und die Stadt die am Baumwollhandel, im Hafen war der Umschlagplatz, gut lebte, sitzt seit den Siebzigern auf dem Trockenen. Der See welcher mal der 3. größte der Welt war, hat sich verabschiedet.
Fährt man von Aral weiter Richtung Turkistan, eine Stadt im Neuaufbau, sieht man ein riesiges Kanalsystem. Und siehe da, genug Wasser für Reisanbau ist vorhanden. Das skurrile ist, links der Straße Felder, rechts Strauchwerk im sand, und Weidetiere.
Bis Schymkent, wo es runter geht nach Usbekistan, dass gleiche Bild.




08
JUN
2025
Rally peking -Paris
Helge getroffen, und gemeinsam am nächsten Tag, raus ins Camp. Dieses liegt direkt am Aralsee, deshalb eine erschwerte Anreise, über 80 Km Pipelinepiste, Wellblech der Sonderklasse. Seitliche Ausweichspuren sind tükisch, da nicht ersichtlich ist wie tief der Mehlsand, in den Sandpfützen ist. 2 mal war er zu tief, und die Dicke Berta legte sich hin, und warf mich ab. Aber Nichts passiert, und die Helmkamera wurde tags darauf wieder gefunden. Natürlich hat es mir ganz schön den Schneid abgekauft, und sie ist eben keine Enduro, aber sie bemüht sich redlich. Raus haben wir besser aufgepasst, und sind so ohne Bodenkontakt wieder in Aral angekommen.
Ein bisschen geschlaucht im Camp angekommen, welches fertig aufgebaut war, das Kochzelt lief heiß, und es erwartete die Ankunft der Teilnehmer. Die Begrüßung mit den mongolischen Freunden,war herzlich und schön.
Zelt aufgebaut, umgezogen, und entspannt unter freunden auf die Autos und Fahrer gewartet.
Am frühen Nachmittag erreichten die Ersten den Checkpoint, und fuhren zu den vorbereiteten Zelten. Diesmal war es eine abgespeckte Rally, da nur etwa 70 Teilnehmer waren. letztes Jahr waren es doch 110, und auch tollere Autos dabei. Aber es ist trotzdem immer wieder ein vergnügen, Kunst auf 4 Räder zu bestaunen.
Nach der Ankunft beginnt der Rallyalltag, Loses wieder verschweißen, auftanken für den nächsten Tag, abschmieren, nachziehen, usw.....
Wenn der Küchenchef zum Abendessen ruft, wird werden Erfahrungen unter den Teilnehmern ausgetauscht. Beim Barzelt sitzen Gruppen, und genießen den Seeblick. es gibt Schlimmeres. Es windet auf, aber die dunklen Wolken verziehen sich wieder. Zum glück, den das Rausfahren auf Schmierseife, lies mich kurz nachdenklich werden.
Aufgefallen ist mir das viele Väter mit ihren Kindern diese Reise machen. Einer fuhr mit 2 Autos , zwei Söhnen, ein kleines Einfamilienhaus. Wie überhaupt die Rallyteilnehmer eine sehr spezielle Klientel sind, welche sich immer wieder auf den verschiedenen Rallykontinenten trifft.
Wenn der Bentley schon 400000.- kostet, und im Gespräch aufploppt, habe noch den langen 4 Sitzer in der Garage, dann ist es klar, Support ist mein Ding.
Aber Neid wäre der schlechetste Ansatz, musste auch verdient werden. Und Vergnügen ist es keines bei 40 Grad draußen, im schön motorgewärmten Inneren, 400Km Staub und Wellblech zu schlucken.
Lustig ist der verbissene Siegeswille bei manchen, geht es doch um die goldene Ananas ( eine Flasche Schampus in Paris). Die meisten werden bessere und teurere zu Hause im Keller haben.
Manche murren über das Campdasein, aber bei den Weiten in Asien, ist eben nicht überall ein 5 Sterne Hotel. Aber während die Zähne geputzt werden in der Unterhose, sieht vieles dann sehr ähnlich aus.
Und das liebe ich an den Camps, sie sind ein Gleichmacherzauber, der nur Stunden wirkt, aber umso heftiger.




02
JUN
2025
Reisen wird zum Spießrutenlauf
Heute bekamen wir zum ersten mal eine Warnung, von einem erfahrenen Globetrotter. hoffe ihr seid aus Russland raus!
Indien und Pakistan hauen sich die Köpfe ein. Daher für uns gecancelt. Leider verschärfen sich auch die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Wir hatten schon Hoffnung das eine Entspannung eintritt, und das Reisen etwas entspannt. durch China geht es nur mit Guide, zu überhöhten Preisen, da muss man schon flexibel sein!
Leider ist die Mongolei zwischen Russland und China eingezwickt.
Grenzen werden geschlossen, wieder geöffnet, es scheint es ist ziemlich viel in Bewegung, im Sog der Weltprobleme. Und die einfachsten Dinge scheinen sich zu verändern. Wünsche mir das irgendwann wieder Ruhe einkehrt.
Gut das ich schon so alt bin, und das unkomplizierte Reisen noch erleben durfte. Nicht nur das es viel Energie kostet, ständig zu reagieren, so beeinflusst es massiv, die Kommunikation mit der Umgebung. um nichts falsches zu tun, lässt man es oft bleiben.
Trotz all dem wird man noch oft genug positiv überrascht. Wie unser Aufenthalt in Dagestan bewiesen hat, und oft dort , wo man es am wenigsten erwarten würde.
Aber der Glaube an den Zauber des Reisens, denn geben wir nicht auf, Alter und Vernunft werden sich anpassen müssen.




02
Jun
2025
Rally Peking Paris kann vorbeikommen
Gestern entspannt in Aral angekommen, und heute genießen wir den Ruhetag. Haben uns mal das beste Hotel ( Hotel Aral) im ortgegönnt, dies für ganze 25 Euro pro Kopf.
So checken wir all Das heute, wofür wir unterwegs keine zeit, oder Energie hatten. Und morgen geht es dann raus (ca 60Km) an den Aralsee, welcher bis 1975 noch einige Meter entfernt seine Ufer hatte. Ist schon heftig eine menschengemachte Katastrophe, so klar vor Augen zu haben. Die rostigen Lastkräne, die im Museum geparkten Schiffe, der alte Leuchtturm, und das Fischerdenkmal, sind Zeitzeugen einer längst vergangenen Zeit.
Jetzt ist das Schiff, welches bis 1975 fuhr, ein Museum. Die Besucher blicken vom Kapitänsstand auf den trockenen Seegrund. noch haben sie keine Häuser reingebaut, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Schuld ist wie immer der Nachbar, Uzbekistan weil sie Reis so lieben, Kasachstan mit dem Baumwollanbau. Wahrscheinlich haben beide unter russischer Anleitung, ein bisschen übertrieben.
Ansonsten ist das Städchen, wie so viel in Kasachstan. Einfache Häuschen mit verschieden farbigen Wellblechdächern. Einen zentralen Platz, wo es Informationen gibt, der von wichtigen Bauten, mit ebenso wichtigen Ämtern gesäumt ist. Ein Park und Kinderspielplatz ist nie weit weg. So füllte sich die nahezu menschenleere Stadt ( ca. 1400) abends sehr schnell.
Es war ja auch ein besonderer Tag. Der nat. Kindertag, welchen ich schon aus der Mongolei kannte. Dort ist er verschärft, durch ein striktes Alkoholverbot, in Restaurants und Läden. hier wohl nicht notwendig, durch den muslimischen Glauben.
Dieser erscheint hier eine sehr liberale Ausübungsform zu sein, und der Großteil der Frauen ist unverschleiert.
Schöne angenehme Stadt, mit See wäre es ein Premiumpaket!




02
JUN
2025
A 26 und die Spätfolgen
A26 geht rechts ab vom E 38, und es könnte heißen Autobahn, oder "Alles im Argen".
Leider war es die Zweite Variante und die 500Km Abschneider entpuppten sich als Wundertüte. Wir bekamen jede nur mögliche Variante eines katastrophalen Straßenzustandes geboten. Dies ging von, Löcher wie geschaufelt, Restbelag, kein Belag, geschottert, im Neuaufbau, neben der Straße, frischem Mehlsand am Bankett, und zum Schluß frisch geteert. So hatten wir sehr abwechslungsreiche 380 Km, der gesamten 500. Kann man Haben ,muss man nicht haben.
Am esrten Tag nach 380Km ,ziemlich an meinem Grenzen angekommen. Selber ausgesucht kann man sagen, und Klaus zu Hause hat sich gewundert warum wir diese Straße wählen. Nicht nur das es anstrengend war, zweimal tanzte meine Hinterrad den Vogerltanz, meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Es wurde mir bewusst wie schnell es gehen kann, dadurch ging ich es ein wenig ruhiger an. Was sehr viel Kraft kostet, ist die Konzentration ständig hoch zu halten. Fährst man jedoch auf einer E, dann schaltet man hoch in die 6te, nach dem Tanken, und bleibt da bis zum nächsten Tankstop.
Es scheint als gäbe es diese beiden Straßentypen hier, da die etwas älteren E`s auch schon unter dem Gewicht ,der unzähligen LKW`s nachgeben.
So kommt man von Russland rüber, bald hat man das Gefühl man fährt durch Nichts, hier in Aral wo es sich in eine Wüste wandelt, gefühlt in Gar Nichts.
Man sieht in diesem Teil auch keine Ger`s, und die Tierherden sind sehr wenig. Die Wassertümpel trocknen schon aus, und eine weiße Salzige Oberfläche glänzt in der Sonne. Um ein Schattenplatzerl, unter einem Baum zu finden, müssen wir runter nach Usbekistan.
Und das sind die Spätfolgen, welche uns als nächstes nach Usbekistan führen. Wir haben die Runde gedreht, um unnötige Km in Kasachstan zu sparen. so geht es vorher zum Pamir, und dann in die Mongolei.




02
JUN
2025
Durch Russland nach Kasachstan
Es scheint als würde die ganze Welt über die Grenze von Georgien nach Russland einreisen. Und der Umstand das es bis in den Hohen Norden keine andere Möglichkeit mehr gibt, erklärt manche Situation. So wurde Siegis Bike geröntgt, und wir benötigten viele Stunden um einzureisen.
Kurz darauf verabschiedete sich das GPS, wohl aus Sicherheitsgründen. In Dagestan funktionierte es wieder tadellos.
Vom Süden her wird die muslimische Bevölkerung hoch bis Astrachan immer weniger. Und das Stadtbild im Wolga Delta russischer. Die Ausreise erfolgte problemlos, man legte die Pässe zur Seite, wohl weil wir uns vorgedrängt hatten, mit den Motorräder.
Das Wolga Delta präsentierte sich mit riesigen Überschwemmungsflächen, und gleich daneben wurden die trockenen Wiesen abgebrannt. 2 Feuerwehrautos kontrollierten das Geschehen. Unvorstellbar welche Wassermassen hier Richtung kaspisches Meer fließen. Die Stadt wurde geprägt vom Kreml, und den goldenen Kuppeln der orthodoxen Kirchen.




guat is - egal ob´s wer lest
Ein gutes Gefühl lässt mich jetzt zurücklehnen. ich habe die zeit genutzt meine Gedanken zu ordnen. Gehört auch zum Reisen, und wenn ich zu hause drüberlese, wird vieles wieder lebendig.
Darum nenne ich sie Reisespiritberichte, würde mich freuen wenn es euch gefällt.
Lg. an Alle Werner

Mai
2025
25
Mai
2025
Gastfreundschaft-Hilfsbereitschaft-Barbecue
Durch den Kupplungsdefekt, und der Aufarbeitung, der Zwangspause, hatten wir tollen Kontakt zur Bevölkerung.
Und eine unheimliche hilfsbereitschaft begleitete diesen Prozeß von Begin an. Der Präsident des örtlichen Motorradclubs, die Black Eagle Dagestan, war der rettende Anker. Der oberste Arzt der Stadt war nicht weniger hilfreich.
So entstand im Laufe der Bemühungen ein vertrauenvolles Verhältnis, und ich würde mich freuen diese tollen Menschen, bei mir zu Hause begrüßen zu können.
Das es nicht so ist wie uns die Medien weismachen wollen, weis ich ja von meine vielen Begegnungen mit Menschen, auf meinen Reisen. Trotzdem werde ich noch immer positiv überrascht, was durch ein aufeinander Zugehen, ehrlich und mit einem lächeln möglich ist.
Durch die neuen Übersetzungsprogramme auf den Handys, ist eine erfrischend Unterhaltung leicht möglich. Und bei einem Barbecue im Grünen, wird klar, dass eine respektvolle Begegnung auf Augenhöhe, tolle Einblicke in die Kultur der Menschen eröffnet.
Und wie so oft verdanke ich dem "Zeit zu haben", diesmal erzwungen, eine dieser lebenswerten Zusammentreffen. Das wiederum ist eine Haupterfahrung, warum ich so gerne reise.
Und es vertreibt ein wenig das Gefühl, ich werde zu alt, für solche " Dummheiten"!




25
Mai
2025
ein fliegendes Schiff
Ekranoplan Lun
Irgendwann wird ein Zwitterwesen aus Schiff und Flugzeug am Strand angespült. Dann liegt es wohl jahrelang so vor sich hin, und jetzt wird ein Flugzeugmuseum herum gestaltet. Weil viele dieses Ding, technische Meisterleistung, oder Kunstobjekt , sehen wollen. So auch wir.
Mehr als 3 Jahre war es nicht im Einsatz, und viele wurden nicht gebaut, nach jahrelanger Entwicklung. Aber so ein Ding zum fliegen zu bringen ist wahrlich erstaunlich. Für mich sieht es aus wie ein Flugzeug mit Schwimmflügerl.
Jetzt darf es sich den erstaunten Besuchern auf einem Betonsockel präsentieren, und wird der Mittelpunkt der gesamten Anlage sein.
Selber steht man davor, und fragt sich, welche Spritmenge läuft wohl durch diese 8 Motoren, um das Monster dem Wasser zu entreißen. Und das Sternguckerkammerl unter den Abschußrohren, war bestimmt ein "heißes Plätzchen". Und noch viele andere Fragen schießen durch den Kopf. Und ihr werdet noch die Eine oder Andere haben.
Ist schon schräg, wozu der menschliche Verstand fähig ist. Ich als ausgewiesener nicht Aero-Aqua-Nautiker, bin beeindruckt. Der Sandfloh des Strandes, wird wohl andere Sorgen haben.




25
Mai
2025
Nachtspaziergang in der Altstadt von Tiflis
Jetzt mal wieder rauskommen. Schnell hat einem das Gewirr von Gassen, und sich gegenseitig abstützende Häuser, welche die besten Zeiten hinter sich haben, gefangen genommen.
Hier trifft eine morbide Grundstimmung, gleichzeitig auf eine Aufbruchstimmung. Und so entsteht dort wo Altes wegbricht, ein Stückchen freiraum entsteht, sofort wieder Neues. Manchmal werden die Wurzeln der Geschichte, in das neu Entstehende eingebunden, und eine wilde Mischung kreiert.
Es macht einfach Spaß durch diese eigene Szenerie zu schlendern. Spielenden Kindern auf der Straße zu begegnen, und den oft gar nicht passenden teuren Autos, welche jeden sich bietenden platz beanspruchen. Hauswände sind wie Comics gestaltet, und so findet jeder den zu seinen Wünschen passenden Schlachtruf.
Ich persönlich liebe es durch solche Geschichtsblasen zu gehen, viel mehr als ein hypermodernes Bankenzentrum, überall auf der Welt.




25
Mai
2025
Gori und das Stalinmuseum
Georgiens größter Sohn erhält hier eine Huldigung, welche man bei uns nicht ganz verstehen würde. Aber es scheint ein Ort zu sein, der viele internationale Besucher anlockt. So waren wir zeitgleich mit einigen chinesischen Reisegruppen im Haus unterwegs.
Das Museum selbst ist im Stille der vergangenen Epoche gehalten, und man riecht förmlich die Vergangenheit. Es ist schon schräg durch die die Zeithallen zu gehen, und das Gefühl zu haben, die Aufsichtspersonen seien ein teil des Ganzen.
Ich empfand es als eine kleine Zeitreise




25
Mai
2025
Nicht mehr hoch auf 2500m in Georgien
Nicht mehr hoch auf 2500m, dass war die Entscheidung nach unserem Passerlebnis. Und die Schlechtwettervorhersage lies uns den geplanten Rundtrip über Mestia canceln.
Aber Georgien hatte mit einer immergrünen Landschaft, und vielen Burgen, Kirchen, und Festungen, ein tolles Fahrerlebnis zu bieten. Über Kochi Säule, Gori mit Stalin Museum, Altstadt Tiflis, Denkmal zur geschichte Georgiens, und den Pass hoch zur russischen Grenze, war Georgien ein toller teil unserer Strecke.
Wären da nicht die Kupplungsprobleme gewesen. Unfreundliche Werkstätten, und kein wirklicher Lösungsansatz.
Am meisten beeindruckte mich die teils weiten Laubwälder, und zur Grenze hoch, ein Stück Birkenwald, welchen ich so noch nie durchfahren habe. Der Pass hoch nach Stepanzminda führt durch eine Region an der Baumgrenze, und hätte ein Fahrerlebnis sein können. Aber ohne Kupplung im ständigen Vorausschauen, ja nicht zum Stehen zu kommen, in einer Kolonne von unzähligen LKWs, machte das Ganze ein wenig unrund.
Dahingleiten und die Landschaft genießen, geht auf Georgiens Nebenstraßen sehr gut. Und die Straßen sind absolut gut befahrbar, mit kleine Überraschungen, und Baustellen.




26
Mai
2025
Zwangspause durch kaputtem Kupplungsnehmer
kämpfte schon einige Tage mit einer defekten Kupplung, und versuchte das Problem am falschen Ende zu lösen, da ich doch vor 10000 Km ein neuen Nehmer einbaute.
Der muss in Ordnung ein war eine einheitliche Meinung. War er aber nicht, so sitze ich hier in Dagestan (Chassawjurt), und warte auf ein sehr teures gebrauchtes Ersatzteil, aus Moskau.
Die Fahrerei ohne Kupplung die letzten 1500Km, nach dem Pumpen und spülen gings wieder ein wenig, hat mich zu viel Kraft gekostet. Außerdem ist es einfach zu gefährlich.
jetzt sitz ich hier , und hoffe auf ein gutes Ende der Geschichte. Wenigstens habe ich jetzt Zeit, mit dem Aufschreiben nach zu kommen.




17
Mai
2025
Ruhetag, dem Hotel Amber geschuldet
Natürlich liegt nicht die ganze Schuld beim Hotel Amber. Auch ich kann einen Ruhetag gut gebrauchen, und Batumi als Stadt, bietet sich einfach an. Und einen Kaffee am Meer, werde ich auch genießen.
Aber zurück zum Hotel, welches in einem Aussenbezirk liegt, und man würde es hier nicht erwarten. Über den günstigen Preis sind wir hier angekommen, und positiv überrascht worden. Die eigene Wäscheleine vom Balkon über den Garten, sei nur am Rande erwähnt. Die Umgebung ist gesäumt von Plattenbauten, alten sehr renovierungsbedürftigen Häusern, wo sich im Erdgeschoss Verkaufsräume befinden. Gefühlt ist der ganze teil der Stadt ein Marktgelände.
Ganze Straßenzüge verkaufen gefühlt das Selbe. Und es herrscht reges Treiben in den Straßen.
Im und vor dem Hotel herrscht herrliche Ruhe, so stehen die Motorräder sicher, und am Balkon lässt sich gut abhängen. Bestimmt steckt im Haus eine tolle Geschichte, und die Vergangenheit ist voller toller Geschichten.
Aber ganz ehrlich, und unter uns, ihr sagt es bestimmt nicht weiter, es tut gut mal abzuhängen.




17
Mai
2025
das Wetter ist grenzenlos
Die fahrt zur türkischen Grenze, die letzten 150 Km, war landschaftlich sehr schön. Auch hielt das Wetter, und die Kälte bekamen wir in den Griff. Es wurde schon kalt als wir den Pass (Ardhan Danmal Yolu) auf türkischer Seite, mit einer Höhe von 2550m überquerten. Zum Glück bewahrheiteten sich meine Befürchtungen nicht, und wir fuhren wieder ein Stück runter zur Grenzstation.
Bei den Türken war die Ausreise problemlos, während sie uns zu einer weiteren Kontrolle schickten, kam der Kollege mit dem Drogenhund ,und beschnüffelte unsere Motorräder. Eher zäh gings bei den Georgier ab, und zum ersten mal wurden wir auf unsere Medikamente angesprochen. Aber mit dem ärztl. Attest, der Zeitspanne der geplanten Reise, einer Internetkontrolle der der Beipackzettel, und ein Blik in die alten Gesichter, zerstreuten wohl jeden Verdacht.
Danach fuhren wir gleich links, ich folgte wie immer Siegi. Da muß ich mich mal bei ihm bedanken, dass er sich die Mühe machte, all die Tracks zu gestalten. So bleibt für mich der Kopf frei, all das drumherum besser zu beobachten,
Und spät aber doch sind wir beim Wetter. Es schien die Wolken haben den Grenzübertritt auch geschafft, wohl auch keine Drogen im Gepäck. Aber dafür Kälte, Nässe und Nebel. eine ar...... Kombination.
Da wir ja die Straße noch nie gefahren sind, wurde unsere Unwissenheit, wohl vom Wetter belächelt. Wir waren auf den Weg ins Schigebiet des Goderzi Pass. Auch auf stolzen 2025m, und demensprechend noch mit Schneeresten gesegnet. Der Zustand der der verschlammtem Auffahrt, nach 3 tagen Regen kein Wunder, legte noch ein "Schäuferl" nach.
Oben angekommen, bei Sicht null, gaben wir auf. Zum Glück fanden wir ein Bettenlager in einer Holzhütte. Deren Besitzer noch vor Ort war, ansonsten wäre es eng geworden.
Als wir am nächsten Tag bei strahlenden Sonnenschein, die Abfahrt begannen, sah Alles noch ganz gut aus. Der Asphalt trocken, es wurde ein wenig wärmer, die Straße lag perfekt vor uns. Doch das währte nur kurz, denn dann gings durch knöcheltiefen Matsch, mehrere Kilometer talwärts. Große Teilstrecken einspurig, und ständig mit Baumaschinen verstopft. Es sah so aus als würden sie endlich eine vernünftige Straße bauen.
Als wir wieder eine normale Straße, dass heißt keine gute Straße, unter den Rädern hatten, konnten wir die tolle Landschaft ein wenig genießen. Vorsichtig fahren ist in Georgien immer angesagt.
So sind wohl Straßen und öffentliche Einrichtungen, ein Abbild der wirtschaftlichen Möglichkeiten, eines Landes.
Nach 100Km und einem Temperaturunterschied von 25 Grad, waren wir wieder am schwarzen Meer in Batumi.
Ein bissl das Las Vegas von Georgien, aber das erkunden wir heute heute.




14
Mai
2025
Türkei mit Spätwinter
Heute sitzen wir durchgefroren im Bett, nach einer heißen Dusche. Ein Wintereinbruch hat uns voll erwischt, und die heutigen 260Km starteten wir bei Schneefall, und kamen nicht über 5 Grad hinaus. Es fühlte sich an wie die Fahrt zum Elefantentreffen.
So sind wir nun 150 KM vor der georgischen Grenze auf ca 2000m, und morgen geht es rüber. Schade das die Temperaturen die Fahrfreude ein wenig einbremsen, da die Türkei enorm unterschiedliche Naturschauspiele liefert. So konnten wir zusehen ,wie sich die Bäche in den Bergtälern, schnell in braune Energieströme änderten, die einiges an Erdreich mittransportieren. Auch die großen Flüsse, breiten sich nach 3 Regentagen, in die Überschwemmungsflächen aus. Diese sind im Gegensatz nicht dicht verbaut, so bleibt wohl Ärgeres erspart.
Weg von den großen Städten scheint als wäre das riesige Land, und man durchfährt viel davon, gar nicht so dicht besiedelt. Und es zeigt sich eine Gesellschaft, welche ohne Frauen, ihr Dasein fristet. Mir erscheint das natürlich ungewohnt, und ich fühle mich auch nicht wohl, in so einer einseitigen Umgebung.
Wenn man dann die Hirten, mit ihren Herden durch das Land ziehen sieht, scheint die Zeit stillgestanden zu sein. Und in den kleinen Orten, scheinen keine jungen Leute mehr leben zu wollen.
Durchfährt man die Türkei so mittig ( siehe Trackaufzeichnung), passiert schon mal eine Kontrolle der Jindarma. Auch wird beim Tanken, das Kennzeichen gespeichert, denke das man eine sehr deutliche Spur hinterlässt. Andere Länder , andere Sitten,
Die Gastfreundschaft ,welche sich meistens, mit einem Angebot Chai zu trinken verbindet, ist überall groß. Auch beim Geldwechsel in der Bank, gab es ein Gläschen Tee.
Wir werden ständig mit Australien verwechselt, von der Kontrolle, bis zum einchecken, in den Unterkünften. Die sind im niedrigen Level noch sehr günstig, so schliefen wir gestern für 25 Euro im Doppelzimmer. In Gegenden die wir durchquerten fanden wir viele Orte ohne Unterkunft vor, aber für Tee mit dem Bürgermeister im Gemeindezentrum reichte es dann doch. Nach einem regenreichen Fahrtag, auch schon ein Lichtblick. Die schicken dich dann in die nächstgrößere Stadt, über 10Km Offroadpiste, und Mann sehnst den schlechten Asfallt herbei.
Bundesstraßen sind wie Autoahnen, Nebenstraßen werden schnell interessant, und abwechslungsreich!
Die Türkei bietet so viele herrliche Landschaften, und ist ein enorm fruchtbares Land, und überrascht oft.
Es war eine tolle Erfahrung, die Türkei abseits der Großstädte, und Badeorte zu durchqueren!




11
Mai
2025
Es wird heiß entlang der großen Salzseen
Die Mittagsstunde entlang des großen Salzsees war angenehm heiß. Und es war erfrischend, als wir wieder Richtung Berge abbogen. Aber vor und rum um Ankara scheint eine enorm fruchtbare Hochebene zu sein. Das bezeugen ganze Dörfer von Roma Wanderarbeiter, welche ihre Planenverschläge direkt neben den Feldern aufschlagen.
Hier kann man ruhig die Bundesstraße nehmen, da eine Nebenstraße nur schlechter zu befahren wäre. Wie in großen Ebenen windet es oft gewaltig. Unheimlich große Agrarflächen, welche jedoch nicht so perfekt, wie am europäischen Kontinent wirken.
Polizeikontrollen laufen mit den Tablet ab, wo wohl alle Eintrittsdaten abrufbar sind. Aber immer sehr freundlich und kompetent.
Hervorzuheben ist die tolle Gastfreundschaft, die uns immer Gratistee in den kleinen Orten, entlang der Route bescheren. Gesprochen wird nicht viel mit uns, von der Männergesellschaft, man bleibt unter sich. Manchmal outet sich ein ehemaliger Gastarbeiter, und die üblichen Fragen und Antworten wechseln.
Hier wird das Land wilder, es sind keine Wälder mehr, und kein Honiglecken ,hier zu leben.
Die kleineren Orte haben schon ihre Reize, und es macht Spaß sie zu erkunden.
lg. Werner
Ps. die genauen Orte und routen am Tracker ersichtlich! Manchmal hilft nur ein Kaffee weiter!





irgendwo bellt immer ein Hund
Schon die 2te Nacht begleitet Hundegebell unseren Schlaf. War es begleitet von einen nie gekannten Froschkonzert am See, so hatten wir den Genuss , auch im 5 Sterne Holzhüttchen mit Vip Lounge.
Nach der tollen Straße zur türkischen Grenze, runter vom Schwarzen Meer genügte ein Durchwinken.
Nicht so bei den Türken, da gings genauer ab, und irgendwas an meinem Pass gefiel ihnen nicht. Als allerletzte Kontrolle fragten sie Siegi beim letzten Check , wie ich heiße. Um der autobahnähnlichen Bundesstraße zu entgehen, ging es gleich rechts ab auf Nebenstraßen. dort begegneten wir schnell einer Militärstreife , die uns erklärte wir seien auf einer Forststraße. Aber wir fuhren weiter. Straßenbeläge, oder keine , ändern sich schnell abseits der Hauptstraßen. Und Siegi findet sie Treffsicher.
Auch tags darauf endete eine Bundesstraßenflucht, in einer Offroudrundfahrt durch die Marmorsteinbrüche oberhalb Bursa.
Tags davor ging es gleich nach der Überquerung der Brücke über die Meerenge bei Canekkale, hoch in die Berge. nicht so schnell, da die Besorgung einer Simkarte 2 Stunden in Anspruch nahm. Bis zu den Vornamen der Eltern ist es ein weiter Informationsweg!
Als Entschädigung fanden wir einen tollen Zeltplatz am See, mit lautem Froschkonzert die ganze Nacht, und als Zweitstimme ein Hundepärchen, welches den Platz auch toll fand.
Das mein Radlager sich verabschiedete, die Dicke Berta im Kuhmist, und den dazugehörigen LKW, 40 KM nach Erdine geschleppt wurde, verdränge ich jetzt mal. Aber nichts Negatives ohne Positives, hatte alle Ersatzteile mit und nach 2 Stunden ,und 150 Euro, lief es wieder. Aber es muss weiter aufgearbeitet werden.
Wir kämpfen uns weiter durch das schöne Hinterland, und vermeiden Großstädte. In den Dorfkaffees, wo es nur Tee gibt, pausieren wir gerne mit vielen türkischen Männern. Da ist die Welt noch "wie sie sein soll"?
Und zu guter Letzt werden wir normal pünktlich um 5 geweckt, wenn der Muezin zum Morgengebett aufruft.
Lg. Werner
05
Mai
2025
es frischt grad ein wenig auf am Schwarzen Meer
Heute frühzeitig am Schwarzen Meer angekommen, und den verlängerten Nachmittag genossen.
Die Durchfahrt durch Ungarn, Rumänien, und Bulgarien, war wie auf einer grünen Tischtennisplatte. Unheimlich interessant wie die Agrarindustrie diese Länder prägt. Und die riesigen Silos wie Kathedralen des Profits, den Horizont bestimmen. Die Straßen waren wie erwartet, nur die Strecke entlang der serbischen Grenze bis zum Donaukraftwerk war etwas anstrengender. Aber da ich dachte es gäbe ein Wochenendfahrverbot, war die Wahrnehmung wohl ein wenig negativer.
Was mich verwundert ist das enorm viele Häuser in den Langsiedlungen verfallen, oder leer stehen. Auch sitzen nur alte Leute vor dem haus, am Ortsausschank, oder sie warten vor dem ABC Markt. Man hat das Gefühl von den Jungen, bleibt nur wer muss!
Die Grenze nach Bulgarien einfach so zu überqueren, über die sehr "imposante brücke", war ein Erlebnis. Da die weitgehend leerstehende Struktur der Grenzanlage, ein komplett anderes Gedankenbild hervorholt.
So sind wir über riesige Korn, Rapsfelder usw, bei den Obstplantagen in Bulgarien angekommen. Durch das entspannte zusammenhängende Fahren, wurde mir der enorme Grüngürtel der sich durch diesen teil Europas zieht, so richtig bewusst.
Auch der Benzinpreis wurde immer ein wenig billiger, nur so am Rande. Da wir gerade von benzin sprechen, Siege startete seinen Feldversuch mit der Honda die bei 430 Km zu stottern anfing. Mit den beiden 3 Liter Ersatzkanister, haben wir eine ziemlich ähnliche Reichweite von 550 Km, wenn ich meine dicke Berta komplett anfülle, und die 3 Liter Angstlackerl dazu zähle.
Somit können wir uns gut auf die Länder mit weniger guter Benzinversorgung einstellen. Und da wir schon morgen in den Orient einbiegen, ist es nicht mehr weit Richtung Osten.
Die Polizei ignorierte uns bisher, da wir oft jene waren die am langsamsten, durch die Orte fuhren. Irgendwie bekommt man kein Gefühl dafür , was geht, und was ist zuviel.
Campingplätze liegen zwischen 10 und 15 Euro, und annehmbare Hotels findet man schon an 20 Euro.
Da wir sehr bewusst die größeren Städte umfahren, gestaltet sich das Fahren sehr angenehm. Und beim dahincruisen mit ca 90KmH, bleibt viel Zeit die Umgebung zu genießen, und darüber nachzudenken.
Es war ganz toll die Füße ins Meer zu stellen, aber es ist noch sehr frisch, mehr muss nicht sein. Aber die Vorbereitungen für die Saison, laufen auf Hochtouren. Ist schon irre welche Mengen Sand sie nach einem Winter wieder ins Meer zurückschieben, um einen leicht abfallenden Strand zu bekommen. Sonst sieht man die Kinder nicht im seichten Wasser.
Freue mich das wir jetzt schon hier waren, da in wenigen Wochen zu viel los sein würde.
Lg.Werner





es läuft sich ein
Guten Morgen aus Arad in Rumänien.
Nach der Weihe gings zuerst zu Siegis Freunden, irgendwo in Norden Wiens. in ........ruppen..... ,mit 2P! Aber die Gulaschsuppe aus dem Kessel, und Schlafplatzerl waren top. Von da runter Richtung ungarische Grenze, die letzten, verspäteten Ersatzteile von Klaus bekommen. Und ein Treffen auf ein Bierchen im Whakan Tal ausgemacht. Dann weiter nach Balaton, und tags darauf sind wir in Arad gelandet.
Es läuft sich ein!
Das beginnt beim Fahren, wo wir schon ein sehr gutes Team sind. Bedeutet Siegi fährt vor, wir fahren materialschonend, rollen auf den Kreisverkehr zu, und ich "fluche im Kopf", muss der Eine gerade jetzt hier fahren. Aber Mann fährt ja nicht nur , schlafen im Zelt ist sehr angenehm. Und morgens wird man geweckt mit dem Konzert der Vögel, und dem Licht welches auch Wärme mitbringt. Es ist als ob wir beide lauschen, wer bewegt sich zuerst. Dann, "machen wir den ersten Kaffee", denn einer reicht aus Erfahrung nie.
Während das Gepäck schon routiniert verstaut wird, wird die Tagesstrecke besprochen, aber das Ganze mit dem Beigeschmack "schaun ma mal, dann sehn mas eh". Und wenn wir so wie gestern, im Hotel einer größeren Stadt landen, ist Waschtag angesagt. Heute am Morgen ist unsere Funktionsunterwäsche trocken, dass gemeinsame Auswringen war erfolgreich.
So heute gibt´s Frühstück, so richtig bei Tisch, darum mache ich jetzt einen Abgang. Lg. Werner

Reiseziele gibt es zum Glück genug!
Mit ein wenig Fantasie gehen diese nicht aus.

2025 wird vom Ringerl domoniert
Land und Leute "Erfahren"
Da ich schon oft in der Mongolei war, wird der Beginn ein wenig wie nach Hause fahren. Um nach Indien zu kommen fahren wir wieder raus, da China keine Option ist, und kämpfen uns durch Afganistan runter.
Es gibt natürlich manch eine Unbekannte, aber das ist ja das Abenteuer, und alte Männer mit Bart, kriegen das schon auf die Reihe.
Obwohl es nicht meine erste große Reise ist, ist das "Reisefieber" seit dem Beschluss ausgebrochen. Und so ist es ein großes Ziel gemeinsam, und als Team, wieder gesund zurück zu kehren.
Da wir beide Reiseerfahrung haben, versuchen wir uns bestmöglich vorzubereiten, aber das spielerische Moment der Freiheit steht immer im Vordergrund.
Ich persönlich liebe ja die Weisheiten der Begleiter in Lybien, welche uns am Lagerfeuer mitgeteilt wurden.
Ihr Europäer habt die Uhr, wir haben die Zeit.
Wenn einer in die Wüste geht, findet er vor Allem sich selbst.
Ich finde das sind sehr erstrebenswerte Reiseziele.
Reisezentrum im Gehirn,wie ein Warteraum auf den nächsten Zug
China und Motorrad?
Nachdem die Verbindungsetappe durch China nach Nepal ausfällt. Der Guide würde locker die nächste Reise verschlingen! Sitzt im Wartestübchen die Lösung. China ist ja groß genug um mal 2 Monate mit dem Bike zu fahren. Und da ab Jänner chinesische Führerscheine bis 69 Jahre ausgestellt werden, muss ich mich beeilen.
So wird meine Frau ein Moped anmelden, ich fahre, und mit einem chinesischen Kennzeichen kommt man bestimmt leichter, über die Grenze nach Vietnam.
Der Norden Europas
Irgendwie hat es mich noch nicht hochgetrieben. Estland ,Lettland, und Litauen auf meinen Reisen in die Mongolei, aber zum Glück möchte die gegenüberliegende Uferseite, und das Nordlicht, auch meine Frau zeitnah erfahren. Wahrscheinlich mit dem Patrol. Regenbogen zum aufwärmen, ein mongolisches Sommerlicht.
Südamerika
Da sollte man schon mal hin! Leihauto oder Leihmotorrad wird sich weisen.



